Michelangelo

 
Am ersten Sonntag der gerade begonnenen Passionzeit 2014 wurde  eines der größten und bekantesten künstlerischen Genies in den Mittelpunkt unseres Themengottesdienstes gerückt: Michelangelo Buonarrotti, der vor genau 450 Jahren gestorben ist.

Er wurde am 6. März 1475 im toskanischen Caprese geboren.
Zunächst war er Schüler des Malers Ghirlandajo in Florenz, dem er 14jährig fortlief, um Bildhauer zu werden.
Lorenzo de Medici, der das große bildhauerische Talent des Jungen erkannte, nahm ihn in seine Obhut.



In den Jahren 1496 bis 1501 hielt sich Michelangelo in Rom auf, wo er unter anderem die "Pietà" herstellte, die ihn bereits sehr berühmt machte.
Sein Durchbruch gelang ihm schließlich in Florenz mit dem "David", der ihm, kaum dreißigjährig, den Ruhm zuteil werden ließ, neben Leonardo da Vinci als bedeutendster Meister dieser Zeit zu gelten.

In den folgenden Jahren erhielt er erste malerische Aufträge, so daß er z.B. im Jahre 1508 mit dem Ausmalen der Decke der sixtinischen Kapelle begann, was wegen des großen Umfangs der Arbeit bis 1512 dauern sollte.

1534 siedelte Michelangelo endgültig nach Rom über. In den letzten 20 Lebensjahren widmete er sich zunehmend der Architektur und bekam im Jahre 1547 die Bauleitung der Peterskirche angetragen, die er annahm und dem Dom seine charakteristische Kuppel aufsetzte. Michelangelo starb am 18. Februar 1564 in Rom.



Anhand von 2 Skulpturen Michelangelos konnten sich die Besucher dieses besonderen Gottesdienstes sich dem tieferen religiösen Sinn der Passionzeit annähern und dabei sowohl die berühmte 1499 fertiggestellte "Pieta" eingehender betrachten, als auch die letzte, unnvollendet gebliebene Skulptur Michelangelos - ebenfalls eine Pieta aus dem Jahr 1544.